Besucherbergwerk und Ehemaliges KZ Kochendorf

1899 wurde in Kochendorf für die Steinsalzgewinnung ein neues Bergwerk in Betrieb genommen. Der Förderturm des Schachtes "König Wilhelm II." ragt seit dieser Zeit in die Landschaft des mittleren Neckarraums. Er weist dem Besucher den Weg zum Salzbergwerk mit seinem mehr als 700 Kilometer langen unterirdischen Streckennetz. In 180 Metern Tiefe, bei dauerhaften 18 Grad Celsius, führt ein rund 1,5 Kilometer langer Rundgang, entlang von Förderbändern und Ladefahrzeugen, zur Technik- und Hightech-kammer mit abwechslungsreichen Darstellungen zum Salzbergbau und als Höhepunkt zum Kuppelsaal mit seinen kristallinen Reliefs, die in seitlichen Nischen in das Salz gehauen wurden. Als Besucherattraktion befindet sich dort auch eine 42 Meter lange Rutsche, wie sie von Bergmännern in früheren Tagen benutzt wurde. Im Jahr 1999 wurde in einer abgebauten Salzkammer eine Ausstellung im Zusammenwirken mit der Stadt Bad Friedrichshall und der Miklos-Klein-Stiftung über KZ-Häftlinge eingerichtet, die seit September 1944 Zwangsarbeit unter Tage verrichteten. Noch in den letzten Kriegsmonaten sollte das Salzbergwerk zu einer Rüstungsfabrik ausgebaut werden, für deren Arbeitskräfte die SS ein Konzentrationslager in Kochendorf errichten ließ. Die Gedenkstätte ist im Rahmen der Öffnung des Salzbergwerks zu besichtigen.
Adresse
74177 Bad Friedrichshall
Bergrat-Bilfinger-Straße 1

Tel.: 07131/2713303
Fax: 07131/2712365

info@salzwelt.de
www.salzwelt.de

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Öffnungszeiten
Mai bis Okt. Sa, So u. Fei 9.30-16. Fr zw. Pfingsten und Beginn der Sommerferien in BW 9.30-16

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